Juni 2015

Artikel SWP vom 19.05.2015 | EDWIN RUSCHITZKA

Ulm ist gut, aber isst Ulm auch gut?

Ulm ist natürlich gut. Werden wahrscheinlich alle Ulmer sagen. Ulm isst auch gut.

Diesbezüglich dürften die Meinungen eher auseinander gehen, denn für gutes Essen geben auch die Ulmer im Durchschnitt - wie der Rest der Republik - viel zu wenig Geld aus, statistisch lediglich elf Prozent des Einkommens. Aber: Mit "Ulm isst gut!" schlägt ein relativ junger Verein rührig die Werbetrommel für genussvolles Essen, produziert vor allem in der Region, also in Ulm und um Ulm herum. Am Sonntag gab's dazu einen Markt-Aktionstag im Ulmer Roxy und dazu auch noch eine Podiumsdiskussion.

Diskussionen leben davon, dass dort unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen, dass genussvoll gestritten wird. Diesbezüglich war die Veranstaltung schwierig, denn auf dem von Dana Hoffmann moderierten Sofa waren sich alle einig: Siggi Körner vom Slow Food Convivium Ulm; Jörg-Dieter Gairing von der gleichnamigen Ulmer Gärtnerei; Marian Schneider, gastronomischer Leiter des Lago; auch Dokumentarfilmer Valentin Thurn, der am Abend noch seinen Film "10 Milliarden Menschen - Wie werden wir alle satt?" zeigte. Einen schwereren Stand hatte allein Kirstin Höhlig aus Berlin vom Vegetarierbund Deutschland, denn der Rest der Runde verschmäht Fleisch keinesfalls. Im Gegenteil!

Unwidersprochene These eins: Das Essen ist zu billig! "Ein Schnitzel für 9,80 Euro im Lokal taugt nicht viel." Das sagt Lago-Gastrochef Schneider. Unwidersprochene These zwei: Es wird zuviel Essen weggeschmissen. 50 Prozent des Frühstücksbuffets wird auch im Lago nicht angetastet. Als Schneider aber das Angebot reduzierte, protestierten die Gäste. Also gibt's wieder die gleichen Mengen, denn König ist der Kunde. Unwidersprochene These drei: Die Menschen sind zu schleckig. Gärtnermeister Gairing jedenfalls hat mitunter Probleme, schief gewachsene Salatköpfe an den Mann oder die Frau zu bringen. Und eine Laus auf dem Salatblatt geht gar nicht. Für Dokumentarfilmer Thurn ist aber gerade das ein Gütesiegel. "Da war bestimmt keine Chemie dran."

So ging es fast zwei Stunden hin und her, unterhaltsam und informativ, aber auch nachdenklich stimmend. Ach ja: Die Menschen werden sich in Zukunft immer mehr von Insekten ernähren, sagt Thurn. Auch von Ameisen. Die stehen schon auf der Karte in einem Sterne-Restaurant in Berlin - und sie schmecken nach Limette. Na dann: Guten Appetit!

EDWIN RUSCHITZKA | 19.05.2015

April 2015

Frohe Ostern

Allen Kunden und Lesern wünschen wir ein schönes Osterfest. Viel Spaß bei der Eiersuche!

Ihre Familie Gairing mit allen MitarbeiterInnen

 

März 2015

Französischer Estragon

Das Küchenkraut Estragon, botanischer Name 'Artemisia dracunculus', ist eine der weniger bekannten Kräutergattungen. Dabei zählt es zu den besonders schmackhaften Kräutern für die Küche. Sein Aroma wird beschrieben als karamellartig und marzipanähnlich; es pendelt sich irgendwo ein zwischen Anis und Waldmeister. Dabei schmeckt Estragon nur frisch richtig intensiv. Verwendet wird Estragon für helle Soßen, er paßt hervorragend zu Fisch, Geflügel, Reis oder Gemüseeintöpfen und er verfeinert Dressings. Doch aufgepaßt: das unverwechselbare Aroma finden Sie nur beim Französischen Estragon und nicht bei dessen Verwandten, dem russischen und deutschen Estragon! Der französische Estragon kann nur vegetativ, das heißt durch Stecklinge oder Teilung vermehrt werden. Er braucht als Pflanze einen vollsonnigen Standort in durchlässigem Boden, kommt aber auch mit weniger guten Bedingungen zurecht. Doch was er unbedingt braucht ist genügend Platz, um sich schön auszubreiten, bzw. um die Nachbarkräuter nicht zu überwachsen. Im Herbst zieht der Estragon komplett ein, um dann im Frühjahr wieder auszutreiben. Zur Zeit sind wir dabei, unsere Estragon-Mutterpflanzen zu vermehren und in ca. 3 Wochen sind die ersten verkaufsfertig! Freuen Sie sich dann auf unser vielseitiges Kräutersortiment!

Februar 2015

Wintergemüse

Diesen Beitrag konnten Sie im November letzten Jahres schon einmal lesen; wir finden ihn aber so wichtig, dass Sie ihn noch einmal serviert bekommen. Das Wissen um diese grundlegenden Dinge unserer Ernährung ist fast vollständig verschwunden, deshalb noch einmal dieser kleine Aufklärungsbeitrag:

Sellerie, Chicorée, Ackersalat, Rosenkohl, Gelbe Rüben, Rote Rüben, Spinat, Kohl, Wirsing, Mangold, Topinambur, Wurzelpetersilie, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Lauch, Kohlrüben und noch einiges Gemüse mehr zählt man zum so genannten Wintergemüse. Das ist Gemüse, das im Herbst bis in den Winter geerntet wird und durch seine Lagerfähigkeit über den ganzen Winter verzehrt werden kann. Diese Gemüsearten sind durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe (vor allem Vitamin C) sehr nährstoffreich und behalten eben auch diese Nährstoffe trotz sehr langer Lagerung.

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den ganzjährigen Handel von Gemüse und Obst ist Wintergemüse etwas in Vergessenheit geraten. Wer sich aber saisonal und abwechslungsreich ernähren möchte, kommt natürlich nicht mehr um dieses Gemüse herum.

Dezember 2014

Weihnachtslied
Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muss ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider,
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl`s, ein Wunder ist geschehn.
(Theodor Storm)

 

Wir wünschen allen unseren Kunden und Besuchern unserer Homepage ein frohes, besinnliches und geruhsames Weihnachtsfest. Gesegnete Tage, um dankbar zu sein für das vergangene Jahr und um Ruhe und Kraft zu sammeln für ein gutes, gesundes Neues Jahr 2015!

Ihre Familie Gairing mit allen MitarbeiterInnen

November 2014

Neu jeden Freitag bei uns in der Gärtnerei: Landkäserei Herzog

Ab Freitag, 14.11.2014, kommt die Landkäserei Herzog aus Roggenburg/Schießen regelmäßig mit Ihrem großen Angebot an leckerem Käse, Frischkäse, Butter und vielem mehr von 8-12 Uhr zu uns in die Gärtnerei. www.landkaeserei-herzog.de

Wir freuen uns auf die Angebotserweiterung unseres Verkaufs!
Familie Gairing

November 2014

Wintergemüse

Sellerie, Chicorée, Ackersalat, Rosenkohl, Gelbe Rüben, Rote Rüben, Spinat, Kohl, Wirsing, Mangold, Topinambur, Wurzelpetersilie, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Lauch, Kohlrüben und noch einiges Gemüse mehr zählt man zum so genannten Wintergemüse. Das ist Gemüse, das im Herbst bis in den Winter geerntet wird und durch seine Lagerfähigkeit über den ganzen Winter verzehrt werden kann. Diese Gemüsearten sind durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe (vor allem Vitamin C) sehr nährstoffreich und behalten eben auch diese Nährstoffe trotz sehr langer Lagerung.

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den ganzjährigen Handel von Gemüse und Obst ist Wintergemüse eine Zeit lang etwas in Vergessenheit geraten. Wer sich aber saisonal und abwechslungsreich ernähren möchte, kommt natürlich nicht mehr um dieses Gemüse herum.

Oktober 2014

Freitag, 31.10.2014

Am Freitag, 31.10., ist Wochenmarkt! Aufgrund des Feiertags am 1. November, findet der Wochenmarkt in dieser Woche am Freitag statt. Für uns und unsere Freitagskunden heißt das, dass am Freitag kein Verkauf in der Gärtnerei stattfindet! Wir freuen uns auf Sie am Freitag, 31.10. auf dem Münsterplatz!

Oktober 2014

ulm isst gut

Am Samstag, 20.09.2014, haben wir uns an der Aktion 'ulm isst gut' mit einer Pepperoniverkostung und leckerem Quarkbaguette beteiligt. Es war der zweite 'Ulmer Tag der Ernährung' nach 2013, an dem wieder viele Gruppen, Vereine, Betriebe aktiv mitgemacht haben. Die Stände, Aktionen und Informationen waren wieder vielfältig gestreut, und es war sicher für jeden was dabei. Die interessierten Besucher kamen in Scharen und es hat auch uns sehr großen Spaß gemacht. Nachfolgend der Artikel aus der Schwäbischen Zeitung

Ulm isst gut rund ums Haus der Begegnung

Bei dem Projekt geht es um gesunde Ernährung mit Lebensmitteln aus der Region
Wie sich aus heimischem Biogemüse gesunde Gerichte kochen lassen - das zeigt der Aktionstag „Ulm isst gut“ am Samstag rund ums

Wie sich aus heimischem Biogemüse gesunde Gerichte kochen lassen - das zeigt der Aktionstag „Ulm isst gut“ am Samstag rund ums Haus der Begegnung. 

Archiv 

Ulm sz Nicht nur Theater und Musik werden in der Kulturnacht in Ulm geboten. Auch kulinarische Genüsse kommen am Samstag, 20. September, im und rund ums Haus der Begegnung am Grünen Hof nicht zu kurz. Zum zweiten Mal findet an diesem Tag das Projekt „Ulm isst gut“ statt. Die Veranstalter rücken dazu Themen wie die regionale Erzeugung und gesunde Ernährung in den Vordergrund – „von A wie Alblinsen bis Z wie Zuckerbrot“.

Insgesamt beteiligen sich knapp 30 Organisationen und Unternehmen an dem Projekttag in Ulm, darunter Slow Food, Greenpeace, der Imkerverein und das Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“. Von 16 bis 20 Uhr wird beim Haus der Begegnung ein vielseitiges Programm angeboten, mit Infoständen, Präsentationen und Kostproben der Kooperationspartner. Erzeuger, Fachleute und Gastronomen informieren die Besucher über eine gesunde Ernährung mit Lebensmitteln aus der Region.

Eröffnet wird die Veranstaltung von der St.-Hildegard-Schulband. Ab 17 Uhr tritt der Kabarettist Götz Bury stündlich mit seiner Kochperformance „Gut leben ohne nix“ auf und vermittelt im Stile eines Paul Bocuse Rezepte und Techniken zum Leben unter globalisierten Bedingungen. Eine Kochshow der etwas anderen Art, die sich von den üblichen Sendungen im Fernsehen satirisch abhebt.

Programm für Kinder

Um 17.30 Uhr gibt es einen Vortrag über Pestizide. Anschließend wird Sonja Hummel um 19.30 Uhr über solidarische Landwirtschaft referieren. Auch für Kinder wird es an den Ständen ein altersgerechtes Programm geben, bei dem sie spielend Wissen über gesundes Essen erwerben können.

Faire und sorgsame Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse, ein respektvoller Umgang mit Tieren sowie eine gentechnikfreie und umweltschonende Landwirtschaft stehen nach der Ankündigung der Veranstalter bei „Ulm isst gut“ im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Angebot durch eine „köstliche Stadtführung“ mit erlesenen Geschichten, die Anne Pröbstle um 10 Uhr und um 16 Uhr unter dem urschwäbischen Motto serviert: „Wenn’s Mädle koine Spätzla ka – kriagt se au koin Ma“.

August 2014

Sommerportulak und Brunnenkresse

Zur Zeit bauen wir zwei Besonderheiten im Salatsortiment an: Sommerportulak und Brunnenkresse.

Portulak wird seit mehreren 1000 Jahren zur Ernährung genutzt, ist aber, wie viele Wildgemüsearten, in der Neuzeit wieder in Vergessenheit geraten. Die jungen Blätter schmecken leicht säuerlich, salzig und nussig. Die Knospen können wie Kapern genutzt werden. Bei uns finden Sie ihn frisch im Mischsalat, er kann aber auch, nur kurz blanchiert oder kurz in Butter gedünstet, als Gemüse genossen werden. Frisch oder eben nur kurz gedünstet, erhalten Sie die wertvollen Inhaltstoffe: unter anderem Vitamin C, Omege-3-Fettsäuren, Vitamine A, B, E, ...

Brunnenkresse, oder auch Wasserkresse genannt, fand schon Verwendung bei den Römern und Griechen. Damals noch nicht als Kulturpflanze, sondern als Wildpflanze. Brunnenkresse hat einen sehr frischen, scharfen Geschmack. Auch diese erhalten Sie in unserer Salatmischung oder auch einzeln im Bund, so dass sie nicht nur frisch als Salat, sondern auch super als Suppe genossen werden kann. Brunnenkresse war ehemals ein wichtiger Vitamin-C-Lieferant durch die schon im Winter mögliche Ernte. Lassen Sie es sich schmecken!

 

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